INEOS Styrolution

INEOS Styrolution stellt abschliessende ergebnisse des Forschungsprojekts ResolVe vor: Polystyrol-Abfall wird zu einem wertvollen Rohstoff

  • Die Depolymerisation ist eine sinnvolle Recycling-Lösung für Polystyrol
  • Die Depolymerisation hilft, Abfall zu reduzieren und wertvolle Ressourcen zu erschließen
  • Die Depolymerisation produziert weniger CO2 als die konventionelle Styrol-Produktion

Frankfurt, 22. Juni 2020 - INEOS Styrolution, weltweit führender Hersteller von Styrolkunststoffen, präsentiert die finalen Ergebnisse des Forschungsprojekts ResolVe. ResolVe wurde finanziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt, um das Recycling von Polystyrol zu untersuchen[1]. Das Projekt bestätigt, dass Polystyrol-Abfall zu einem wertvollen Rohstoff gemacht werden kann und damit eine Kreislaufwirtschaft für Polystyrol möglich gemacht wird. Im Rahmen des Projekts wurde zudem der wirtschaftliche und der ökologische Aspekt des Recycling-Prozesses untersucht.

Die Ergebnisse des ResolVe-Projekts wurden von dem Forschungsteam, das von Franziska Nosić, INEOS Styrolution, koordiniert wurde, präsentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Depolymerisation ein probates Verfahren für das Recycling von Polystyrol ist. Hierbei wird Polystyrol in seine Bestandteile zerlegt.

Das dabei entstandene Kondensat wird vor einer erneuten Polymerisation destilliert. Das Verfahren verspricht die Produktion von recyceltem Polystyrol, das auch gängige Standards für den Kontakt mit Lebensmitteln erfüllt.

Die Laborversuche im Rahmen des Projektes haben gezeigt, dass bis zu 75 Prozent des Ergebnisses der Depolymerisation in die Destillation für die anschließende Produktion von neuem Polystyrol gegeben werden können. Ein Kernstück des Projekts war dabei die Untersuchung der Abfallzusammensetzung und die dadurch veränderten Ausbeuten an Styrol. Diese Untersuchungen wurden in einer perfekten Zusammenarbeit der Projektteilnehmer IKV (Institut für Kunststoffverarbeitung), I.A.R. (Institut für Aufbereitung und Recycling) und NMB (Neue Materialien Bayreuth GmbH) durchgeführt. Die wichtigsten Prozess-Parameter Temperatur, Massendurchsatz, Verweilzeit und Vakuumdruck wurden systematisch verändert und die besten Prozessbedingungen ermittelt. IKV Aachen skalierte diese Prozessbedingungen und de-polymerisierte Polystyrol erfolgreich in Styrol-Öl. Zusammen mit INEOS O&P wurden als weiterer Teil der Studie auch andere Verfahren wie z.B. das „Steamcracking“ von Rückständen aus dem Prozess untersucht.

Abhängigkeiten von Verunreinigungen des Abfalls mit anderen Polymeren wurden bereits früher veröffentlicht.[2] Die Untersuchungen haben aber gezeigt, dass ein stabiler Depolymerisationsprozess mit einer starken Variation des Ausgangsmaterials möglich ist. Leichtgewichtiges Verpackungsmaterial und “Expandiertes Polystyrol” (EPS) haben sich als Ausgangsmaterial für die Depolymerisation als am geeignetsten erwiesen. Während der Prozess Polyolefine als Verunreinigung toleriert, konnten das Brandschutzmittel HBCD (Hexabromcyclododecan), welches früher häufig zum Einsatz kam, großenteils entfernt werden, auch wenn Spuren von Brom weiterhin nachweisbar waren.

Die Depolymerisation trägt nicht nur zur Reduzierung von Plastikabfall und zur Wiederverwertung von wertvollen Rohstoffen bei. Eine erste Analyse der Ökobilanz des Produktionsprozesses hat auch gezeigt, dass der Prozess weniger Energie benötigt und weniger CO2 produziert als die konventionelle Polystyrol-Produktion. Details dazu wurden bereits veröffentlicht.[3]

Norbert Niessner, Global R&D/ Intellectual Property Director bei INEOS Styrolution, fast die Ergebnisse zusammen: „Dieses Projekt macht einen lang gehegten Traum wahr. Die Ergebnisse belegen, dass Polystyrol und die Depolymerisation perfekt zum Konzept einer Kreislaufwirtschaft passen.“

Das ResolVe-Projekt wurde als gemeinsames Projekt mehrerer Institutionen und Forschungseinrichtungen durchgeführt und finanziert:

  • Zwei Institute der Universität Aachen (RWTH): das Institut für Aufbereitung und Recycling, I.A.R., und das Institut für Kunststoffverarbeitung, IKV.
  • Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB)
  • INEOS O&P Europe
  • INEOS Styrolution Group GmbH

Weitere Details zu dem Projekt sind hier zu finden: www.depolymerisation.com.

 

[1] "Förderschwerpunkt Plastik in der Umwelt", siehe auch: https://bmbf-plastik.de

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INEOS Styrolution ist der weltweit führende Anbieter von Styrolkunststoffen mit Schwerpunkt auf Styrolmonomer, Polystyrol, Standard ABS, und Spezialkunststoffen. Mit erstklassigen Produktionsstätten und mehr als 90 Jahren Erfahrung verhilft INEOS Styrolution seinen Kunden mit bestmöglichen innovativen und nachhaltigen Lösungen zu Wettbewerbsvorteilen in ihren Märkten. Gleichzeitig bemüht sich INEOS Styrolution nach Kräften, die Kreislaufwirtschaft für Styrolkunststoffe Wirklichkeit werden zu lassen. Das Unternehmen bietet Styrolkunststoffe für eine Vielzahl alltäglicher Produkte aus den unterschiedlichsten Branchen, zum Beispiel Automobil, Elektronik, Haushalt, Bauwesen, Medizin und Gesundheit, Verpackung sowie Spielzeug/Sport/Freizeit. 2019 betrugen die Umsatzerlöse etwa 5 Milliarden Euro. INEOS Styrolution beschäftigt rund 3.600 Mitarbeiter und ist an 20 Produktionsstandorten in zehn Ländern präsent.

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