Clariant

Clariant Additive ermöglichen das Recycling von Kunststoffabfällen unter Beibehaltung wertvoller Eigenschaften

  • Clariant macht ihre Additive nicht nur fit zur Wiederverwertung, die Additive ermöglichen nun auch das Recyceln von etlichen Kunststoffen ohne Polymerabbau
  • AddWorks® PKG 906 Circle unterstützt die Hersteller von Verpackungsfolien beim erfolgreichen Recyceln von Polyolefinabfällen ohne Qualitätsverluste
  • Licocene® Performance Polymers maximieren die Recycelbarkeit und das Upcyceln von textilen Bodenbelägen und Kunstrasen

Muttenz, 19. September 2019 – Unter dem Motto „Symphony of Collaboration“ wird Clariant auf der K 2019 auftreten und kündigt an, mit Partnern entlang der gesamten Kunststoff Wertschöpfungskette richtungsweisende Maßnahmen zu ergreifen, um das Problem der Kunststoffabfälle durch neue Lösungen für diverse Marktsegmente der Branche aufzugreifen, von Verpackungen – auf die der größte Anteil des Kunststoffverbrauchs entfällt – über textile Bodenbeläge bis hin zur Verbraucherelektronik. Ergänzend zu den am 21. August bekanntgegebenen „fit for reuse“ Lösungen, mit denen Additive von Clariant recycelbar werden, geht das Unternehmen jetzt noch einen Schritt weiter und zeigt, wie seine Additive auch das Recyceln von Kunststoffabfällen aus Produktions- und Verbraucherquellen erleichtern können, ohne die Leistungseigenschaften des Materials zu beeinträchtigen.

Die Wiederverwertung von Fertigungsabfällen in Verpackungsfolien steigern. Das neu entwickelte AddWorks PKG 906 Circle für Polyolefinfolien ist ein hervorragendes Beispiel für Innovationen, mit denen Hersteller von Kunststoffverpackungen einige ihrer wichtigsten Nachhaltigkeits- und Geschäftsziele erreichen können: Abfallreduzierung, weniger Verbrauch von Neumaterial, Kostenoptimierung und erhöhte Fertigungseffizienz. Die Beimischung dieses Polymerstabilisators ermöglicht eine signifikante Steigerung des Anteils an wiederverwertetem Altmaterial in Folien aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). Auf diese Weise können Verarbeiter den vermahlenen Ausschuss aus ihrer eigenen Produktion ohne Leistungs- oder Wirtschaftlichkeitseinbußen recyceln. Das Additiv eignet sich besonders gut für die Fertigung biaxial orientierter Polypropylen- (BOPP) Folien, aber auch für Gieß- und Blasfolienverfahren. Der Anteil des wiederverwendeten Produktionsabfalls in der fertigen Folie lässt sich mit AddWorks PKG 906 Circle um bis zu 30 Prozent erhöhen. Gleichzeitig hat das Additiv gezeigt, dass es zum Schutz der Schmelze beiträgt, sodass die Folie ihre ausgezeichnete Qualität unter erheblich reduzierter Gelbildung und ohne zusätzliche Gelbfärbung bei gleichen Anlagengeschwindigkeiten beibehält. Indem es Kunststoffabfälle wiederverwertbar macht und die Fertigungseffizienz steigert, ohne die Qualität der Verpackungsfolien zu beeinträchtigen, trägt AddWorks PKG 906 Circle zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft bei. Der Polymerstabilisator ist das erste Clariant Produkt mit der Zusatzbezeichnung ‚Circle‘ für neuentwickelte Produkte und Lösungen mit zielgerichteten, signifikanten Vorteilen in Wiederverwertungs- oder Recyclingverfahren.

Die Lücke im „Design for Recycling“ textiler Bodenbeläge schließen. Obwohl das Obermaterial der überwiegenden Mehrzahl aller Teppiche heute aus recycelbaren Gewebe- oder Tuftmaterialien besteht, landen die meisten ausgedienten textilen Bodenbeläge auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen. Dies liegt zum Großteil an der traditionellen Verwendung eines latex- und wasserbasierten Teppichrückens, der sich nicht sauber von den Florfasern trennen lässt und so einen schwer recycelbaren Materialmix darstellt. In einem richtungsweisenden Gemeinschaftsprojekt von Clariant und dem Fraunhofer Institut, das den CreaSolv® Prozess entwickelt hat, ist es gelungen, diese Hürde zu überwinden. Die Lösung – mit recycelbaren und EcoTain® zertifizierten Licocene Performance Polymers (LPP) für einen Hotmelt-Teppichrücken – bietet der Branche im Hinblick auf die angestrebte Abfallfreiheit enorme Vorteile. Dank der Substitution von Latex durch Clariants 100-prozentiges LPP-Feststoffmaterial entfallen das Wasser und der damit verbundene Trocknungsprozess. Fertigungsversuche mit Teppichherstellern haben ergeben, dass sich auf diese Weise erhebliche Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent erzielen lassen, während kein kontaminiertes Abwasser entsteht. Mit dem CreaSolv® Recycling Verfahren kann das polypropylenbasierte LPP unter Aufrechterhaltung von mindestens 90 Prozent seiner ursprünglichen Neumaterialqualität wiedergewonnen werden, was einen Cradle-to-cradle-Ansatz sicherstellt. Damit ist es jetzt möglich, Textilien aus Bodenbelägen wiederaufzubereiten und in die Produktion zurückzuführen oder in anderen Anwendungen wiederzuverwerten. Der gesamte Prozess stellt der Branche das bisher fehlende Bindeglied zur Verfügung, um von vornherein voll recycelbare Teppiche aus Multi- und nunmehr auch Monomaterialien zu schaffen – ein signifikanter Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft mit ausgedienten Bodenbelägen aus Verbraucherquellen.

Darüber hinaus fördern weitere Additive den verstärkten Einsatz von Recyclaten. Auf der Prozessseite können recycelten Polymeren hochleistungsfähige Gleitmittel beigemischt werden, um das Fließverhalten und die Formtrenneigenschaften der Recyclate zu verbessern. Ein Recyclingunternehmen für Elektronikabfälle aus Verbraucherquellen nutzt in Zusammenarbeit mit Clariant zum Beispiel deren Licolub® H 12, um die Rheologie von Recyclaten zu modifizieren. Das Additiv verbessert die Fließfähigkeit der Schmelze beim Verarbeiten und ermöglicht damit die Wiederverwertung von Altmaterialien aus ausgedienten Komponenten in hochwertigen neuen Produkten. Clariant steht außerdem kurz vor der Vermarktung einer Reihe von Kompatibilisatoren für den Einsatz in Recyclingprozessen, um das Problem der Aufbereitung gemischter Kunststoffabfälle aus Produktions- oder Verbraucherquellen zu überwinden, sodass Kunststoffe aus kunststoffreichen Abfallströmen wirtschaftlich in den primären Zyklus zurückgeführt werden können.

Stephan Lynen, Head of BU Additives, Clariant, fügt hinzu: „Jedes Jahr entstehen 300 Millionen Tonnen Kunststoffabfall, und nur zwei Prozent davon werden effektiv recycelt. Um den Kreislauf zu schließen, braucht die Industrie Materialien, die einfacher und wirtschaftlicher zu recyceln sind. Wir freuen uns daher, dass wir in der Lage sind Additive zu entwickeln, die den Kunststoffherstellern helfen, im Wandel zur Kreislaufwirtschaft ein Teil der Lösung zu werden. Unsere Unterstützung für die Verpackungs-, Teppich- und Elektronikindustrie zeigt beispielhaft, wie fortschrittliche Innovationen Altmaterialien aus der Entsorgung auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen heraushalten und recycelbar machen können. Unsere Additive ermöglichen höhere Recyclingerträge, während sie Polymerabbau, Geruchsbildung und Verfärbung minimieren. Clariant wird auch weiterhin Additive entwickeln, die das Wiederverwertungspotenzial von Produktions- und Verbraucherabfällen steigern. Unsere Entschlossenheit ist alternativlos.“

Erfahren Sie mehr darüber, wie Clariant die Circular Economy​ für Kunststoffe durch nachhaltige Innovationen und Partnerschaften fördert. Unter dem Motto „Symphony of Collaboration“ lädt Clariant während der K 2019 am 17. Oktober um 08:15 Uhr auf Stand 8AJ11 zum Medienfrühstück ein, gefolgt von der Pressekonferenz um 09:00 Uhr. Registrieren Sie Ihre Teilnahme unter www.clariant.com/K2019 oder melden Sie sich per E-Mail bei Stefanie Nehlsen an: stefanie.nehlsen@clariant.com.

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CreaSolv® IST EIN REGISTRIERTE HANDELSMARKE DER CREACYCLE GMBH.

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Clariant ist ein fokussiertes und innovatives Spezialchemieunternehmen mit Sitz in Muttenz bei Basel, Schweiz. Am 31. Dezember 2018 beschäftigte das Unternehmen insgesamt 17 901 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte Clariant mit ihren fortgeführten Geschäftsaktivitäten einen Umsatz von 4,404 Milliarden CHF. Das Unternehmen berichtet in drei Geschäftsbereichen: Care Chemicals, Catalysis und Natural Resources. Die Unternehmensstrategie von Clariant beruht auf fünf Säulen: Fokus auf Innovation und F&E, Wertschöpfung bei gleichzeitiger Nachhaltigkeit, Neupositionierung des Portfolios, Intensivierung des Wachstums und Steigerung der Profitabilität.

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