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Clariant macht seine Additive fit zur Wiederverwertung, mit halogenfreiem Flammschutzmittel für re- und up-cycelbare PA6 & PA66

  • Clariant macht sein Additivportfolio fit für das Recycling mit besserem Erhalt der Materialeigenschaften
  • Exolit® OP 1400 behält seine Flammwidrigkeit gemäß UL94 V-0 auch nach dem Recyceln von Produktionsabfall, wie vom Fraunhofer Institut LBF verifiziert
  • Exolit unterstützt das Re- und Up-cyceln umweltverträglicherer glasfaserverstärkter Polyamide und ermöglicht den verstärkten Einsatz von Recyclaten in E&E- und Kraftfahrzeugteilen bei stabiler Flammwidrigkeit

Muttenz, 21. August 2019 – Wie Ende Juni bekanntgegeben, wird Clariant auf der K 2019 unter dem Motto „Symphony of Collaboration“ auftreten und kündigt an, sich den Herausforderungen des Kunststoffabfalls an vorderster Front anzunehmen. Mit neuen Lösungen und verschiedenen Partnern soll eine nachhaltigere Kunststoffindustrie geschaffen werden. Clariant unterstützt die Branche mit umweltverträg­licheren Lösungen und bei der Entwicklung von Materialien und Produkten, die gezielt dafür ausgelegt sind, ihre Trennung, Rückgewinnung und Wiederverwertung zu erleichtern. Einer der Ansätze, diese Herausforderung anzugehen, besteht darin, die Additive zu verbessern und sie für die Wiederverwertung fit zu machen, ohne die Materialleistung zu beeinträchtigen.

Ein Paradebeispiel dafür ist das Re- und Upcyceln von Produktionsabfällen aus flammwidrigen Polyamiden. Das Fraunhofer LBF hat bestätigt, dass technische PA6- und PA66-Kunststoffe, die das halogenfreie Flammschutzmittel Exolit OP von Clariant enthalten, selbst bei wiederholtem Recyceln in den Produktionsfluss ihre Flammwidrigkeit gemäß UL94 V-0 beibehalten. Dies ist von Vorteil sowohl für die Umwelt als auch für Verarbeiter, die darauf bedacht sind, die Wiederverwertung ihrer Produktionsabfälle und den Einsatz von Recyclaten aus ausgedienten Produkten in Anwendungen der Elektrotechnik, Elektronik und Automobilindustrie zu steigern.

Selbst unter der Annahme, dass man Kunststoffe recyclingfähiger gestalten kann, könnten sich bei mehrfachem mechanischen Recycling schädigende Stoffe und Additive im Material ansammeln und zu potenziellen Leistungseinbußen oder gar Gesundheitsrisiken führen.

Als phosphorbasiertes und halogenfreies Flammschutzmittel ist Exolit OP eine sicherere und umweltfreundlichere Option im Vergleich zu herkömmlichen bromierten Flammschutzmitteln. Sein Einsatz ist umso bedeutender, wenn man die steigende Nachfrage nach technischen PA66-Kunststoffen[1] in Betracht zieht, die durch Branchentrends wie der Miniaturisierung im E&E-Bereich, dem verstärkten Einsatz von Leichtbaumaterialien im Fahrzeugbau und der zunehmenden Elektromobilität vorangetrieben wird.

Elektrofahrzeuge haben ganz spezifische Material- und Sicherheitsanforderungen. Aufgrund ihrer energiereichen Batterien sowie der hohen Spannungen und Ströme im Einsatz stellt nicht nur die Entflammbarkeit ein Risiko dar, sondern auch die Brandgefahr durch Entstehung elektrischer Lichtbögen. Die Neigung dazu wird durch Messen der Kriechstromfestigkeit untersucht und mit dem Kriechstromindex (CTI) eingestuft. Bei diesem Test, der einen Kurzschluss auf einer Oberfläche nachahmt, schneidet Exolit OP äußerst gut ab. Desweiteren kann es eine Herausforderung sein, die Signalfarbe Orange für Hochspannungsteile zu erreichen und beizubehalten, insbesondere bei Polyamiden unter rauen Bedingungen unter der Motorhaube.

Die im Rahmen einer mehrjährigen Forschungspartnerschaft des Fraunhofer LBF[2] mit pinfa[3] gewonne Bestätigung, dass Exolit OP das hohe Niveau seiner Brandschutzleistung über mehrere Recycling- und Wiederverwertungszyklen beibehält, ist ein weiteres starkes Argument. Produktionsabfälle aus glasfaserverstärktem Polyamid (PA) mit Exolit OP bieten Verarbeitern eine echte Alternative zu Neuware. Additive können außerdem sicherstellen, dass die mechanischen Eigenschaften des Materials nicht beeinträchtigt werden, sodass intern recyceltes Material oder Mahlgut wieder in die Fertigung der gleichen Anwendungen zurückgeführt werden kann ohne dass ein „Downcycle“ erforderlich ist. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden jüngst veröffentlicht (Link).

Darüber hinaus unterliegt Exolit OP keinen anwendungsspezifischen Ökodesign-Einschränkungen, wie beispielsweise der kommenden Ökodesign-Richtlinie für Elektronikdisplays[4], deren Entwurf auf der Richtlinie zum Recycling von Kunststoffen (2009/125/EG) basiert und den Einsatz halogenierter Flammschutzmittel in Gehäusen und Gestellen von Elektronikdisplays einschränkt.

Stephan Lynen, Leiter der Geschäftseinheit Additives von Clariant, fügt hinzu: „Der weltweite Elektroschrott wird auf jährlich rund 50 Millionen Tonnen beziffert, von denen nur 20 Prozent tatsächlich recycelt werden[5]. Wir bei Clariant wollen sicherstellen, dass unsere Additive nicht Teil dieser Abfälle sind. Nehmen wir Autos, eines der am intensivsten recycelten technischen Produkte, das eine Rückgewinnungsrate von bis zu 90 Prozent[6] bietet. Während die Branche sich zu einer Kreislaufwirtschaft entwickelt, wird jeder Beitrag, den wir zu recyclebaren Kunststoffen leisten, um die Entsorgung von Automobilabfällen zu verbessern, die OEMs in der Wahl gewichtsparender und nachhaltiger Materialien unterstützen. Mit Exolit OP können OEMs auf ein flammgeschütztes PA für ihre Anwendung vertrauen, das recycelbar und sicher ist. “

Erfahren Sie mehr darüber, wie Clariant die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe durch nachhaltige Innovationen und Partnerschaften fördert. Unter dem Motto „Symphony of Collaboration“ lädt Clariant während der K 2019 am 17. Oktober um 08:15 Uhr auf Stand 8AJ11 (Medienfrühstück gefolgt von Pressekonferenz um 09:00 Uhr) zum Medienfrühstück gefolgt von der Pressekonferenz um 09:00 Uhr ein. Registrieren Sie Ihre Teilnahme unter www.clariant.com/K2019 oder melden Sie sich per E-Mail bei Stefanie Nehlsen an: stefanie.nehlsen@clariant.com.

Exolit® IST EINE IN ZAHLREICHEN LÄNDERN REGISTRIERTE HANDELSMARKE VON CLARIANT.

[1] www.industryresearch.co/global-pa66-engineering-plastics-market-2019-by-manufacturers-regions-type-and-application-forecast-to-2024-14008953
[2] Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Darmstadt, www.lbf.fraunhofer.de
[3] pinfa ist die Sektorgruppe der Vereinigung für Phosphor-, Stickstoff und anorganische Flammschutzmittel im Verband der europäischen Chemischen Industrie (Cefic), www.pinfa.org.
[4] https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/initiatives/ares-2018-5173952_de
[5] http://ewastemonitor.info
[6] https://blog.technavio.com/blog/automotive-waste-management

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Clariant ist ein fokussiertes und innovatives Spezialchemieunternehmen mit Sitz in Muttenz bei Basel, Schweiz. Am 31. Dezember 2018 beschäftigte das Unternehmen insgesamt 17 901 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte Clariant mit ihren fortgeführten Geschäftsaktivitäten einen Umsatz von 4,404 Milliarden CHF. Das Unternehmen berichtet in drei Geschäftsbereichen: Care Chemicals, Catalysis und Natural Resources. Die Unternehmensstrategie von Clariant beruht auf fünf Säulen: Fokus auf Innovation und F&E, Wertschöpfung bei gleichzeitiger Nachhaltigkeit, Neupositionierung des Portfolios, Intensivierung des Wachstums und Steigerung der Profitabilität.

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Das halogenfreie Flammschutzmittel Exolit OP ermöglicht den verstärkten Einsatz von Recyclaten in E&E- und Kraftfahrzeugteilen bei stabiler Flammwidrigkeit. 
(Foto: Clariant)

 

 

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